ESSAY: ÜBER DAS INTERNET
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ESSAY: ÜBER DAS INTERNET
Und warum es neu verhandelt werden muss



DIE KONSTITUIERUNG UNSERER WIRKLICHKEIT ÜBER DAS INTERNET

Um näher zu beschreiben, wie sehr das Internet unsere Wirklichkeit bestimmt, gilt es erst einmal abzuschätzen woraus sich unsere Wirklichkeit konstituiert. Man könnte, etwas lapidar gesagt behaupten, es gibt eine digitale und eine analoge Wirklichkeit, aus der sich dann unsere eigene und kollektive dialektische Wirklichkeit zusammensetzt. Die Digitalität und Realität gehen hierbei Hand in Hand. Sie stellen weniger zwei getrennte Paralleluniversen dar, als dass sie viel mehr eine gemeinsame Wirklichkeit herausbilden.
Unzählige Informationen, die in unserer anlogen Wirklichkeit präsent sind (und es auch schon vor dem digitalen Zeitalter des Internets waren) werden in die digitale Sphäre transferiert. Alte Gemälde, Bibliotheksbestände, Archive, Fotos, Theaterstücke, oder Räume die in Form einer 3D Animation begehbar werden. Ebenso werden natürlich auch neugewonnene Datensätze und Dateien übermittelt. Sie alle werden, fast ausnahmslos, in irgendeiner Art und Weise in das World Wide Web eingeworfen und früher oder später durch Google erfasst und von ihren Datenbeständen eingespeist.
Entweder findet sich die Offenbarung der Dateien, oft in Form einer selbstbestimmten und gestochen scharfen Information, im Internet wieder, die sich ihre Originalität vorbehalten will, oder aber sie werden schonungslos und fremdbestimmt durch einen pirateristischen Akt entblößt und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Ein schnelles Foto, ein verwackeltes Video, dass sich dann als existentielles Beweismaterial im Netz und damit auch in unseren Köpfen verankert hat. Die im Internet verfügbaren Informationen (die fast immer über die Google Suchmaschine ersucht werden) bestimmen unseren Diskurs und sie sind die treuen Garanten unseres Wissens. Durch ihre existentielle Position in unserem Leben, greifen sie aus der digitalen Sphäre in unsere „analoge“ Wirklichkeit ein: Dieses Wechselspiel erst, bestimmt unsere dialektische Wirklichkeit.
Wie sehr sie es tut, das hat vor allem Donald Trump’s digitale und manipulative Wahlkampfstrategie aus dem Jahre 2016 gezeigt. Für die er eine Gruppe aus Psycholog*innen, Marketingspezialist*innen und anderen digitalen Geeks engagierte, die mit Hilfe des Datenanalys-Unternehmens Cambridge Analytica, über Facebook & Co. durch bestimmte Beiträge, gezielt versuchten die Wähler*innenstimmen von noch unentschiedenen Wähler*innen zu beeinflussen und letzten Endes für sich zu gewinnen.
Das Internet ist längst nicht mehr ein technischer, sondern vor allem ein politischer Raum geworden. Der unsere Diskurse, Meinungen, das Wissen und die Gefühle unserer Wirklichkeit zu prägen vermag.



THE INTERNET IS JUST A HYPE

Was wir oft mit dem Internet meinen ist genau genommen das World Wide Web (WWW). Es stellt nur einen Anteil des Internets dar, über das wir kommunizieren und in dem wir uns bewegen. Das WWW funktioniert über HTML-Dokumente, deren Daten in Form von Websites für uns ersichtlich sind. Während das Internet dagegen auch noch andere Codierungssprachen und Tätigkeiten wie den Mailverkehr, das Messaging etc. abdeckt.
Das WWW hat sich, anders als unser analoger öffentlicher Raum, seit seiner Entstehung 1989, ziemlich abseits und ungestört unserer damals „realen“ Wirklichkeit entwickeln können. Unternehmen wie Google, Amazon, Yahoo und Co. agierten schon in den 90er Jahren stillschweigend in den chaotischen Sphären des WWW, dass zu der Zeit für die Allgemeinheit der Bevölkerung längst nicht so einfach zugänglich war, wie es heute der Fall ist.
Wie sehr sich die Big Player fernab von einer gesellschaftlichen Aufmerksamkeit das WWW aneignen konnten, zeigt Bill Gates bekannte Diffamierung des Internets aus dem Jahre 1993 "The Internet is just a hype". Es lässt uns ein Gefühl dafür bekommen, welcher beiläufiger Stellenwert dem Internet damals beigemessen wurde, wenn selbst er das Internet als eine Bagatelle abgestempelte.
Das Internet ist unlängst kein unbeachteter und gesetzesloser Raum mehr, jedoch lässt sich sehr leicht erfassen, dass die Basis des Internets keineswegs auf Rechtsprechungen aufbaute. Das Internetrecht konnte erst aus dem Internet entspringen und nicht andersherum. Ihre Theorie ist dabei deutlich langsamer als die schnelle und harsche Praxis des Internets. Natürlich war es eine schwierige Aufgabe, es gab damals keine wirklichen Maßstäbe, die man für das Internet hätte setzen können und auch keine klare juristische Meinung die sich damals traute, sich diesem neuen Gebiet anzunehmen, noch, eine verbreitete Vorstellung darüber welche Bedeutung dem Internet, für die Menschheit anhaften würde.



WEM GEHÖRT DAS INTERNET EIGENTLICH?

Wenn Google und andere Unternehmen unter diesen Umständen so befreit aufspielen konnten, verwundert ihre heutige Vormachtstellung im digitalen Kosmos keineswegs. Es bestätigt viel mehr ihre ausnahmslose Aneignung des Internets und beantwortet schnell die Frage danach, wem das Internet nun eigentlich gehöre.
Google’s Suchmaschine hat im Januar 2021, im Internet einen Marktanteil von rund 90% bei einer Abfrage über mobile Geräte ausgemacht.
Die weiteren unzähligen und millionenfach genutzten Dienstleistungen, die Google veräußert, wie beispielsweise ihr eigenes Kartensystem Google Maps, Youtube, ihrem eigenen Google Chrome Browser, ihrem Google Phone und dem 2005 aufgekauften Handy-Betriebssystem Android, ziehen sich dabei durch jede noch so tiefgehende Faser unseres digitalen Lebens. Sie haben mittlerweile eine unvergleichliche Omnipräsenz gewonnen, die es gleichzeitig erschwert, sich dieser, in unserem Sozialgefüge eingebetteten, Allgegenwärtigkeit Google’s zu entziehen.

Wie sehr Google das Internet geworden ist lässt sich an Hand zweier formaler Ausdrücke in unserer Umwelt sehr gut verdeutlichen.
Einmal durch die allseits bekannte Verwendung des abgeleiteten Markennamens in unserem alltäglichen Sprachgebrauch. Längst ist das Wort „googlen“ als generischer Begriff in unserem kollektiven Sprachgedächtnis etabliert und nicht mehr wegzudenken.
Weiteres wird klar, schaut man sich die Funktion und Benutzeroberfläche eines beliebigen Internetbrowsers an. Sie sind schließlich unser Zugangspunkt zu dem sogenanntem „Internet“.
Bei unzähligen Browsern arbeitet die Adresszeile, bei der Eingabe von losen Begriffen, vorwiegend und offensichtlich über die Suchmaschine von Google.
Wenn der Browser unser Zugang zu dem „Internet“ ist und eine Eingabe in das leere weiße Kästchen des Browsers oft automatisiert über Google läuft, dann liegt es auch nahe, dass wir unterbewusst und andere internetfernere Wesen, wie meine Großmutter, ganz explizit denken, dass Google das Internet ist.
Was könnte ein bedeutenderer Beweis für eine reale Tatsache sein, als die Manifestation dessen in unserem alltäglichen Sprachgebrauch und ihre gleichzeitige visuelle Wahrnehmung und Verdichtung in unseren Köpfen.
Google ist längst das Internet geworden. Das gilt es im ersten Schritt anzuerkennen, um anschließend produktiv ihre hegemoniale Stellung aufbrechen zu können.

Dass das Internet unsere Wirklichkeit bestimmt habe ich schon nahegelegt. Wenn Google aber unser Internet ist müssen wir verstehen, wie eindringlich Google damit unsere Wirklichkeit bestimmt.
Suchen wir nach etwas, über die Google Suchmaschine, so ist in unserem Bewusstsein bereits bei der Suche immer auch die Erwartung einer Antwort, in Form von „Wissen“, eingeschlossen. Google, kann zu fast allen Suchanfragen relationale Ergebnisse herstellen. Diese Informationen lesen und verstehen wir als eine Form von Wissen. Dieses Wissen, wird dann in unserer eigenen und kollektiven dialektischen Wirklichkeit, erst durch uns selbst verankert. Ganz real denken, diskutieren und arbeiten wir mit diesem „Wissen“.
Wie sehr Google in der Lage ist über dieses Wissen zu bestimmen und es anzupassen zeigte bereits der Internetaktivist Eli Pariser im Jahr 2011 mit seinem erschienenem Buch The Filter Bubble: What the Internet is Hiding from You. Er prägte den Begriff der Filterblase. Ein Phänomen, das beschreibt wie User*innen bei der Suchanfrage präzise auf ihr extern erstelltes und digital gespeichertes Profil, zugeschnittene Suchergebnisse angezeigt bekommen.
Sprich, wenn wir das gleiche „googleln“ kann es schnell passieren, dass wir ganz unterschiedliche Ergebnisse sehen werden.
Die zuvor schon erläuterte Allgegenwärtigkeit der Google Dienste, sowie die allgemein gängige Praxis des Handelns mit Daten von User*innen lassen diese Personalisierung einfach und passgenau bewerkstelligen.



GOOGLE ENTEIGNEN!

"Unsere Mission: Die Informationen dieser Welt organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar machen."

So, lautet Google’s selbstauferlegte Mission. Dabei hat meines Wissens niemand Google damit beauftragt, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Vielmehr müssen wir uns darüber bewusst sein, dass sich Google als ein privatisiertes Unternehmen, das eingebettet ist in unsere neoliberalistische Marktwirtschaft, ungefragt, ein unvergleichlich substantielles und mächtiges Amt einverleibt hat, das eine elementare Rolle in unserer Wirklichkeitskonstituierung spielt und auf das wir existentiell angewiesen sind. Um ihre Machtstellung halten und ausbauen zu können, hat sich das Unternehmen eine sozio-ökonomischen Infrastruktur geschaffen, die sie unangreifbar macht.
Ähnlich, wie Mark Fisher über den Kapitalismus als ein existentielles Wesen unserer verdorbenen Welt urteilte „Es ist einfacher, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus.“, ließe sich ein solches Urteil über Google fällen. Denn es ist tatsächlich einfacher sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende von Google, in unserer Welt.
Da Google’s Ende nichts als eine utopische Traumvorstellung bleibt und wir natürlich weiterhin auf ihre praktischen Dienste angewiesen sind, bleibt nur die Frage, wie wir mit Google und ihrer derzeitigen Rolle, als das Internet unserer Gesellschaft, umgehen wollen.
Anders als Bill Gates der Internetbanause, möchte ich von seiner „gesunden Naivität“ bezüglich des Internets absehen und dagegen, generell, für eine gesunde Skeptik plädieren. Mit der wir nicht nur die gegebenen Umstände des Internets, sondern die Gesamtheit der Umstände unserer Wirklichkeit stattdessen betrachten sollten.
In diesem Fall, soll sie ganz konkret dazu verhelfen Google’s Scheinheiligkeit, eines demokratischen und im Sinne der Menschheit handelndes Wesens, zu entlarven und gleichzeitig ihre immense Rolle in unserer Gesellschaft herauszustellen und zu reflektieren.
Wir müssen uns fragen, ob wir in Anbetracht der gegebenen Umstände und der unglücklich verlaufenden Manifestation, die sich vor dem Hintergrund der damaligen Peripherie des Internets festigen konnte, ein Privatunternehmen wie Google als Gatekeeper des Internets und somit auch, als integraler Bestandteil unserer Wirklichkeit weiter hinnehmen wollen.
Dass die bedeutsame und schwerwiegende Aufgabe der Informationsverwaltung einem solchen Privatunternehmen obliegt ist nur schwer begreiflich.
Vielmehr, könnte man darüber nachdenken, ob man bei solch einer verantwortungsvollen Aufgabe nicht eine Verstaatlichung erwirken sollte, welche die Schirmherrschaft dafür übernimmt und deren Kriterien, in einem demokratischen Prozess, neu ausgehandelt werden.
Oder aber, wir werden uns einig mit Bill Gates und das Internet ist vielleicht nur ein Hype.

(2021)

What's left
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Wenn das Ende einer Geschichte auf den Anfang hinweist, ist es kein neuer Anfang, keine Zeitlupe, sondern eine Spur von dem was bleibt

Jan-Louis Gens

Schneeeinsamkeit
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Videoloop, 0:32
2021
freigelassen
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sold out show 20/21
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Dieses Video entstand im Prozess zu einer anderen Videoarbeit und funktioniert als Pendent zu dem anderen (noch nicht veröffentlichtem) Video.

Pauline Hömmen

ungeschriebene Gesetze
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Video
2:54 Minuten

Dort, wo umzäunt und abgegrenzt wird, wo sich Arbeit finden lässt, wenn sie gebraucht wird, wo das menschliche Bedürfnis nach Symmetrie befriedigt und wo wir Begegnungen machen, durchwachsen von einer zugeschriebenen Wichtigkeit;
Dort wurzelt jene Grenze zwischen öffentlichem und privatem Raum. Perfektioniertes Schneiden, Trimmen und Entfernen jeglicher Eindringlinge. Sich die Kontrolle nehmend über das, was nicht kontrollierbar scheint.
goals
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Fußballtor, Fußballtornetz, Silikon
300 x 200 cm
2021

Julika Teubert

Elektrische Lichtkultur
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Selbstexperiment: 19.12 - 21.12.2020 kein zusätzliches Licht neben dem Sonnenlicht.

39cm x 27cm
Analoge Fotografie mit Foliendruck
2020/21
haben wir es mit beachtlichen regionalen Konzentrationen zu tun
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gesammeltes, gefundenes, getauschtes Material
2021
Salvatora Mundi (excerpt)
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video animation and sound
08:39 min
2021

A long look across the meat counter to the butcher at work. The pyramid of oranges, a reach into the wine rack and an avocado that is still too hard. Digitally fragmented, reassembled and brought to life by computer-generated animations: the everyday visit to the supermarket becomes the beginning of a dreamlike journey that soon turns into an apocalyptic nightmare. The scenes are excerpts from Luis Kürschner’s animated feature film "Salvatora Mundi", which will premiere this summer. More infos on request.
Waiting For The Ocean To Come (Wartestelle)
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...
Dort wo der menschliche Körper in einer sehr spezifischen Aufgabe nicht mehr ausreicht, er zu schwach, zu weich oder nicht klein genung ist, setzt ein Werkzeug ein.
Vielleicht sind Werkzeuge somit ein ständiger Beweis einer kleinen Unfähigkeit des Menschen.
Man kann feststellen, dass dieser Mensch jedoch ein guter Beobachter der Tiere ist und sich angeeignet hat, Fähigkeiten von ihnen in starre Werkzeuge zu pressen. Es wird eher so rum sein, dass ein Bolzenschneider eigentlich zwei lange Stäbe mit einer Krebsschere am Ende ist, als andersrum.
Geht man tiefer, kommt man im Meer an, bei den Fischen. Es sind Lebewesen die Nations- und Geschlechterlos gelesen werden. Ein fluides Wesen was unter Wasser atmen kann, ein Gegenstück zu allem auf dem Land. Eine Projektionsmöglichkeit für all das unwünschbare am festen Ufer.

Oder anders, kurz gesagt:

Es wäre schön, man hätte die Wahl in einem Moment der totalen Aufgabe ins Meer zu ziehen. An diesen einen tiefen Ort, der so weit und still von allem weg ist.
Man würde seinen Krebsschalenkoffer packen, einen Aal als Schal umwerfen und mit einer Flunder sein Haar bedecken. Man stiege in einen Zug und vermutlich hinterließe man schon einen feuchten kalten Fleck auf dem Platz an dem man gesessen hatte. Der Weg zum Meer ist unbeschwerlich, immer. Man müsste dann nur in das Meer hineinlaufen, bis man tief, ganz tief unten angekommen wäre.
Wartestelle: Baustahl, Lack, Holkammerplatte, Kalk, Meesalz von drei verschiedenen Orten
Krebsschalenkoffer: Keramik
Fischhut: Keramik
OceanCoins: Geschliffene Münzen

200 cm x 160 cm x 50 cm

2021
insight into the inside
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„ich
kann mich
als mensch
nicht von meiner körperlichkeit trennen

ich kann mich vor anderen schützen
aber nicht vor mir selbst

füge ich mir gerne schaden zu?

[…]

jene körperstellen
die sich nicht den formen meines körpers fügen
werden zum opfer von sich selbst

ein intimer und brutaler kontakt zur gleichen zeit

die menschliche beschaffenheit
eine zirkulierende verletzlichkeit

fast nicht sichtbar
der raum
zwischen mir
und dem hier

meine intimität
selbst
eine extremität
von mir selbst

übergriffig
kann ein blick sein
deine nähe
übergriffig
können deine lauten gedanken sein
die mich in der stille anschreien

alltagsbrutalität
alltagsrealität

[…]

übergriffig
kann mein umgang mit meinem eigenen körper sein
mein schweigen als antwort auf meine bedürfnisse
übergriffig
können meine gedanken über mich selbst sein

die ambivalenz zum eigenen körper

die zartheit in der verletzlichkeit

ein hauch von
zier?
ein hauch
von
gier?

mir“
HD video / colour / sound / 7 min / 2021
(excerpt)
Luftaufklärung: Braunschweig
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Projektion eines Super-8-Films (schwarzweiß), der im Oktober 2018 während eines Rundflugs über Braunschweig aufgenommen wurde

Sophie Pape

Sweet Tides
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Plastikbox, Digitaldruck, Epoxidharz
42 × 35 × 23 cm
2021
Murmurs
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Videoprojektion, Baumstämme
2021
Sound of Screaming Plants
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My Anke fell ill almost half a year ago. It lost many leaves and some turned yellow. Why does it have strange white spots on its leaves? First I thought that the last winter was a bit too dry for it, in my flat I mean. It must not be so dry. Secondly, its soil was too old, so it gets too little nutrients, the substrate is meagre. I had to fertilize it because it is not standing in its natural environment. To surround ourselves with plants, we take them from their homes.
HD Digital Video, Colour, Sound
Performance, 14min
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