INSIDE OUT
exhibition in public space -
going viral going outside

04. - 28. Februar
Braunschweig(Innenstadt), Hannover, Berlin
Klasse Czech kommt zu dir in die Stadt. Vielleicht triffst du unsere Ausstellung auf deinem Weg zur Arbeit oder beim Spaziergang durch deine Stadt - QR-Codes scannen und entdecken
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Zoe Zaucker, Philipp Zimmermann, Simiao Yu, Valentin Wedde, Isabelle Theuerzeit, Aaliya Steckann, Lexi Schnäbele, Tim Schmid, Marius Raatz, René Peters, Miran Özpapazyan, Patrick Neugebauer, Sinan Müller, Mia-Thabea Kleier, Felina Jendreyko, Jette Held, Boris von Hopffgarten, Lara Gärtner, Julian Friedenberg, Gordon Endt, Arthur Detterer, Sophie Brauckmann, Anita Bajic
Gestern Nacht, einen Tag vor der Eröffnung, ist unsere Wand umgefallen. Da lag sie mit dem Gesicht nach unten in einer Pfütze, durchtränkt von Regenwasser. Unsere Arbeiten waren zum Glück sicher verstaut im digitalen Raum. Dort ist es trocken.

Dort ist überhaupt alles ganz anders. Die Übersetzung von gegenständlichen Arbeiten in eine digitale Ausstellungsumgebung bringt Herausforderungen mit sich. Die Wände sind flach und glatt, es lassen sich keine Nägel einschlagen. Die Arbeiten können nicht fixiert werden, sie werden gewischt und gezogen, gezoomt und geklickt. Sie können handtellergroß sein oder17 Zoll in der Bilddiagonale. Größe ist relativ, Farbe auch, und Haptik kommt überraschend anders zum Tragen.

Die Ausstellung ist 24/7 geöffnet. Wir haben keine Ahnung, wer sie jetzt gerade besucht, undvon wo. Auch für die Ausstellungsbesucher ist die Situation ungewohnt: Hier heißt es Linksstatt Labels, scrollen statt strollen, browsen statt blättern. Und der Zutritt erfolgt durch ein Plakat.

Da kommt die Wand ins Spiel: Sie ist das Portal zu unserer Ausstellung im World Wide Web. Und technischer Fortschritt höchst selbst macht den Türsteher: Haste nen QR-Code-Scanner, kommste rein. Wenn nicht, dann nicht. Denn auf der Wand ist das Bild eines Ausstellungsraumes plakatiert, der 23 QR-Codes enthält. Jeder führt zu einer künstlerischen Position im WWW.

Die Wand haben wir inzwischen repariert. Auf Rollen gestellt wird sie von uns im Stadtraum spazieren geführt. Es regnet auf die Wand, drinnen im Ausstellungsraum bleibt das Wetterschön. Passant*innen kommen vorbei, sie starren und gehen achselzuckend weiter, scannen und speichern, posen für Selfies und kommen mit uns ins Gespräch. Es gibt eigentlich zwei Ausstellungen, eine in der Wand: Dort schmökern und schauen unsichtbare Gäste; Und hier draußen in der Stadt: Hier sind wir zu Gast mit unserer mobilen Wand und suchen greifbare Begegnungen.

Wenn das Wetter hier draußen auch noch aufklart, läuft die Sache. Also, esst eure Teller leer.
Last night, one day before the opening, our wall fell over. There it was, lying face down in apuddle, soaked with rainwater. Fortunately, our works were safely tucked away in the digital space. It's dry there.

Everything is completely different there. Translating physical works into a digital exhibition environment presents challenges. The walls are flat and smooth, you cannot put nails in. The works can't be fixed, they are being swiped and dragged, zoomed and clicked. They can be palm-sized or 17 inches in diagonal. Size is relative, so is color, and haptics appear in surprisingly different ways.

The exhibition is open 24/7. We have no idea who is visiting it right now, or from where. The situation is unusual for the exhibition visitors, too: Here, it's links instead of labels, scrolling instead of strolling. And access is through a poster.

This is where the wall comes in: it is the entry door to our exhibition on the world wide web. And technical progress itself is the doorman: If you have a QR code scanner, you can get in. If not, you won't. For on the wall there is the picture of an exhibition space with 23 QR codes. Each one leads to an artistic position in the www.

Meanwhile we have repaired the wall. Placed on wheels, it is taken for a walk in the urban space. It rains on the wall, inside the exhibition space the weather stays nice. Pedestrians come by, they stare and pass off shrugging their shoulders, scan and save, pose for selfies and get into conversation with us. There are actually two exhibitions, one in the wall: There invisible guests wander and look around; And out here in the city: Here we are the guests with our mobile wall and seek concrete encounters.

If the weather clears up out here, things will work out well. So, eat up.*

* German idiom based on the idea that a plate eaten empty ensures good weather the next day.

Artist’s Books
- Why don’t you photograph something important?

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Konglomerat 1-3
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Arbeitstitel
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Digitale Fotografie eines Acrylbildes auf Leinwand
2021

Simiao Yu und Mia Kleier

Blow Up
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Inkjetprint
120 x 80 cm
2021
Ausstellung "Die Blüte der Haut" / 21.10.2020 Studiodulce Braunschweig
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Die Ausstellung „Die Blüte der Haut“ ist in einem wechselseitigen Ideenspiel mit dem Buch „Körper“ des französischen Philosophen Jean Luc Nancy entstanden und nimmt den ausrangierten Industriebagger M-152 der ehemaligen Hamburger Firma „Menck & Hambrock“ als Augangspunkt.

„Die intakte Haut hütet das Leben, hält es in sich zusammen. Die Haut befühlt, behandelt, fängt auf und bereitet all das auf was wir sehen, hören und einatmen.“

Die Scanografie ist eine andere Art, die Dinge um uns herum zu sehen und aufzuzeichnen. Zwar ist die Scanografie der Fotografie nahe, unterscheidet sich aber in vielen Punkten sehr davon. Der Scanner nimmt seine Umgebung sukzessive auf somit behält das Ergebnis eine zeitliche Entwicklung des scanografierten Subjekts. Im Falle des Scanner ist die Linse zylindrisch und ruft eine Verzerrung der Bilder hervor und lässt den Scanner eigener Gestalter bleiben. Gleichsam unterscheidet das Fehlen der Perspektive und einer steuerbaren Schärfentiefe das Verfahren des scannens von der Fotografie, sowie die direkte Berührung bei der Aufzeichnung.

„Berühren impliziert immer mehr und weniger als das, was mit dem Wort „Kontakt“ hervorgerufen wird. Daher mehr weil der Kontakt sich auf ein Verbindung-herstellen beschränkt. Aus diesem Grund kann der Ausdruck einen technischen und sachlichen Sinn haben, während beim Berühren eine Intimität beginnt oder zumindest hervorgerufen wird.“

Bei einer Berührung wird die Helligkeit des anderen Körpers in Dunkelheit verwandelt, die zwischen den beiden Häuten entsteht. Der Scanner tastest sich mit seiner eigenen eigenen gleichmäßigen Lichtquelle am Subjekt entlang. Der Tass-Sinn ist ein sich seinem Objekt völlig anpassender Zugriff und entzieht es folglich der Objektivität des Sichtbaren.

„Berühren schafft niemals die Distanz zwischen uns ab, sondern wandelt den Abstand in Annäherung um. Nicht in Kontakt, sondern in Annähern. Nicht in Präsenz sondern in Erscheinen.“

Worte, Worte, nichts als Worte
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Neues Fenster
Arbeit im Wintersemester 2020/21
Artist Book zu Fragen der Fotografie
Lichterregen
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Neues Fenster
Arbeit im Wintersemester 2020/21
Portfolio zu einer Fotostudie von Laternen
Processing Thoughts and Identity
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Lexi Schnäbele

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Neues Fenster
SR
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Aluminium und Organza oder Folie bilden das futuristische Gerüst für die fortlaufende Serie des Synthetischen Realismus. Konzeptionell als auch in der Ausführung dreht es sich um zeitgemäße aber viel mehr vorausschauend gestellte Fragen/Antworten von Realität, Soziologie und Politik, sowie deren synthetisch erzeugte Gegenstücke in den unzähligen alternativen Realismen, die uns mittlerweile täglich umgeben.

Marius Raatz

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Neues Fenster

René Peters

Linie
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52° 15′ 27″ N, 10° 30′ 6″ O ,19.01.2021, 17:57 Uhr
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One Wall at the HBK Braunschweig
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Neues Fenster

Mia Kleier und Simiao Yu

Blow Up
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Inkjetprint
122 x 77cm
2021

Felina Jendreyko

Wohin verschwinden die Farben?
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Immersion - Kuhtränke (Series) Nø. 1-5
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Colorprints
various dimensions
2021

Boris von Hopffgarten

Back Focus
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Movement
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Eine Zeitreise in Braunschweig
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analoge Fotografie
2020

Gordon Endt

Running in Circles
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3 manipulierte Uhren
Vilnius Dezember
2020
Carpet Round Beach
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digital collage
2021
Carpet 4 golden ratio
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digital collage
2021
Conclusus 2
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Neues Fenster

Anita Marijana Bajic

net research 1.0
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Fotomontage
2021
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